Sternschild-Blog

Isegrim ist wieder da!

 

Lange habe ich überlegt, was ich euch über Wölfe mitteilen kann. Nachdem ich letztens die Erfahrung machen musste, dass selbst Hundebesitzer die Vorgänger ihrer Haustiere nicht in ihrer Umgebung haben möchten, schien mir das einzig sinnvolle die Menschheit über das Verhalten von Wölfe aufzuklären. Nach einen Beitrag vor einigen Wochen bei Heiko Anders fühle ich mich noch sicherer als je zu vor in unseren heimischen Wäldern, trotz des scheinbar „Angst einflößenden“ Vierbeiners.

 

Das erste Wolfspaar kam schon im Jahr 2000 nach Deutschland, jetzt nach 16 Jahren fängt die Menschheit allerdings erst an sich Sorgen zu machen, weil Medien Geschichten aus alten Märchen verbreiten die den Wolf falsch darstellen lassen und dabei gerne auch noch Falschnachrichten erfinden.

Nun aber mal zu der Lebensweise unserer heimischen Fellbündel. Der Wolf lebt in einem Rudel, welches aus den Elterntieren besteht, dazu kommen die Jährlinge welche die Aufgabe haben auf ihre noch jüngeren Geschwister aufzupassen. Die Elterntiere werden einfache Bürger und Spaziergänger jedoch nie zu Gesicht bekommen, da sie mit ihrer langjährigen Erfahrung gelernt haben dem Untier „Mensch“ aus dem weg zu gehen. Sie sind außerdem dafür zuständig das Abendbrot zu beschaffen. Wer die Menschheit  also in Angst und Schrecken versetzt, sind die noch tollpatschigen, zur Jagt unfähigen Jährlinge. Manchmal etwas zu neugierig, kommt es dadurch zu Begegnungen  mit dem Menschen und schon ist das Geschrei groß. Nach 2-3 Jahren müssen jedoch auch die Jährlinge mal flügge werden und suchen sich somit ihr eigenes Territorium. Da unsere Wälder so zerpflückt sind, ist dies aber nicht immer einfach und weite Wanderungen müssen in kauf genommen werden. Diese Wanderwege können auch mal an Bundesstraßen vorbei führen und somit ist die Chance einen Menschen zu begegnen wieder groß, jedoch weiterhin ungefährlich.

Wölfe sind sehr soziale Tiere. Es wurde beobachtet das behinderte Tiere ihr Leben lang im Rudel der Eltern bleiben und auf die Jungwölfe aufpassen. Kommt ein zweites Rudel in den Wald, in der schon eine Wolfsfamilie lebt, wird für die Neuankömmlinge sogar Platz gemacht und das Revier verkleinert.

Statistisch sterben jedes Jahr mindestens 40 Menschen durch Jagdunfälle. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein. Während in Europa 5 Angriffe durch Wölfe auf den Menschen in den letzten 50 Jahren bekannt sind.

Wovor müssen wir also mehr Angst haben?

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesen Artikel etwas die Angst nehmen und den ein oder anderen Denkanstoß ins rollen bringen.

 

von Carolin Dorsch

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